Donnerstag, 03 August 2017 13:21

Verdichtung wird demnächst anders definiert

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Der Hochwasserschutz in Bayern wird seit Jahren konsequent ausgebaut. Der Freistaat investiert in seinem Hochwasserschutz-Aktionsprogramm 2020plus und dem Sonderfinanzierungsprogramm zum Hochwasserschutz an der niederbayerischen Donau 3,4 Milliarden Euro. Mehr als 2 Milliarden Euro wurden bereits aufgewendet. Kombinierter Hochwasserschutz besteht aus den Handlungsfeldern ‚Natürlicher Rückhalt, Technischer Hochwasserschutz, Vorsorge, Nachsorge und Vermeidung‘. So auch im Bereich Deggendorf / Isarmündung.

Die u.a.  für den Deichbau spezialisierte Fa. Amand aus Ratingen erhielt den  Auftrag im besagten Bereich, den Deich neu aufzubauen. Um auf die richtige Maschine zum Verdichten zugreifen zu können, wurde ein Probefeld mit einer Höhe von 500 mm angelegt.  Hier kamen auch die neuen Stehr-Plattenverdichter SBV 160-3  angebaut an einen Fendt 724 Vario zum Einsatz. Da zum Verdichten oftmals ein optimaler Wassergehalt nicht vorhanden ist, muss vor dem Verdichten bewässert werden. Hierzu wird bis jetzt ein separates Fahrzeug vorgehalten. Stehr hat auch hier eine Lösung geschaffen und baut an die Frontseite des Schleppers einen 3000 Liter Wasserbehälter. Über eine gesteuerte Sprühanlage kann das Wasser  genau dosiert aufgebracht werden. Bei einer Verdichtungsfrequenz von 70 Herz mit einer Wuchtkraft von 3 x 160 kN und 3 m Arbeitsbreite werden Verdichtungsergebnisse und Leistungen erreicht,  die mit keinem anderen  Verdichtungsgerät zu erreichen sind. Die für die Bauüberwachung zuständige Fa. IMB Ingenieurgesellschaft für Bauwesen und Geotechnik aus dem bayrischen Hengersberg  brachte hier alle bekannten Messgeräte zum Einsatz, um die vorgeschriebenen Verdichtungswerte nach der DIN 18134 (dyn. Fallgewicht) und DIN 18127 Proctor zu überwachen. Mit einem 13 Tonnen Walzenzug wurden hier nach  zwei Übergängen ca. 33 MN / EVd pro Quadratmeter erreicht; Walzenzug incl.  angebauten Stehr-Plattenverdichter SBV 55 H3 nach sechs Übergängen ca. 60 MN EVd.  Mit nur zwei Übergängen kam hier der Stehr-Plattenverdichter SBV 160-3 an einem Fendt 724 auf einen Wert von über 62 MN EVd  / Dichte lt. Proctor  99,8 %. Bei einem weiteren Versuch wurde festgestellt, dass nach einer Überfahrt mit dem Walzenzug über das vom Plattenverdichter bestens verdichtete Material dieses sogar wieder aufgelockert wurde. Nur ca. 46 MN EVd / Proctor  91,9 zeigte hier die Skala an.

Des Weiteren wurde noch ein gravierender Nachteil aufgezeigt: durch die vielen Walzübergänge erfolgt eine Entmischung des Bodens, Feinanteile wanderten nach unten.  Am nächsten Tag wurde die Tragfähigkeit durch einen einfachen Test nochmals überprüft, indem ein 40 Tonnen Baustellenfahrzeug über die Testflächen fuhr. Hier wurde eine Setzung zwischen 5-10 cm festgestellt, wo der Walzenzug fuhr. Bei der verdichteten Fläche mit Stehr-Plattenverdichter zeigten sich fast keine Fahrspuren. Dieser Vergleichstest demonstrierte wieder einmal, dass kein anderes Verdichtungsgerät bei der Verdichtung von kiesig, rolligem Material in punkto Leistung, Kraftstoffverbrauch, Schadstoffausstoß - gleichzeitig gepaart mit bester Energieeffizienz – bei weitem nicht an die Leistungsparameter der Stehr-Plattenverdichter herankommt.

Gelesen 1696 mal Letzte Änderung am Freitag, 04 August 2017 08:08

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