Freitag, 19 Mai 2017 11:13

Stehr Plattenverdichter: 4:1 für Stehr

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Auf einer Windparkbaustelle in Wartenberg / Vogelsbergkreis  werden im Auftrag von Hessen Energie  5 Windräder mit einer Nabenhöhe von 140 Metern und einer Leistung von  16,5 Megawatt  errichtet. Die Tiefbauarbeiten - inklusive Fundamente und Kranstellflächen - wurden von der Oberhessischen Firma Caspar aus Lautertal ausgeführt.  Die Kranstellflächen verdichtete man mit  herkömmlichen 13 und 19 Tonnen schweren Walzenzügen. Dabei wurde vom Bauüberwachenden Ingenieurbüro festgestellt, dass an mehreren Stellen die Verdichtungsvorgaben trotz einiger Verdichtungsübergänge nicht erreicht bzw. grenzwertig waren und es musste nachverdichtet werden. Hier kamen - wie immer öfter -  die neuen patentierten  Stehr Plattenverdichter SBV 160/3 zum Einsatz. Es zeigte sich, dass nur nach einer zusätzlichen Überfahrt, die vorgeschriebenen Werte mehr als erreicht wurden. Jürgen Stehr, der selbst mit auf der Baustelle weilte, bot dem Unternehmer an, ausschließlich mit dem Plattenverdichter zu verdichten, da man dadurch  enorme Kosten einsparen aber gleichzeitig die Verdichtung verbessern kann.
Dieses Vorhaben wurde von sämtlichen auf der Baustelle weilenden Personen inkl. Bauüberwachung  zunächst skeptisch angenommen. Es wurde ein Probefeld mit einer Schütthöhe von 40 cm  Körnung  0 > 32 Basaltbruch gleichmäßig aufgeschoben. Nach zwei Übergängen wurden mit dem 19 Tonnen schweren Walzenzug eine Verdichtung von 49 MN Ev/d gemessen, die sich bei weiteren Übergängen nicht mehr steigerte. Jetzt kam der größte Plattenverdichter von  Stehr SBV 160 – mit einer Breite von 3.000 mm, einer Wuchtkraft von 3 X 160 KN Wuchtkraft und einer Frequenz von 70 Hertz, angebaut an einen Fendt 724 Vario zum Einsatz.  Mit einer einzigen Überfahrt wurden 89 NM Ev/d erreicht. Bei einer weiteren Überfahrt benutzte man zusätzlich eine von Stehr entwickelte Wassersprühanlage. An die Front des Schleppers angebaut und mit einer hydraulisch angetriebenen Wasserpumpe bestückt, wurde genau auf die Breite des Plattenverdichters eine abgestimmte Wassermenge aufgebracht. 

Dabei legt sich das Wasser  wie ein Film über die Körnung  und wirkt wie ein Schmiermittel. Die Reibungskräfte werden vermindert und die Verdichtung  um einiges verbessert. So wurde bereits nach nur einer Überfahrt eine Verdichtung von 118 Ev/d erreicht. Hierbei wurde außerdem noch festgestellt, dass durch die vielen Überfahrten mit der Walze eine Entmischung des Materials erfolgte. Feinanteile wanderten nach unten und eine optimale Kornverteilung war nicht mehr gegeben.  75 % weniger Energie, dadurch 75 % weniger Schadstoffausstoß und 75 % weniger Erzeugung von CO² bei kaum merkbaren Umgebungsschwingungen waren der Anlass dafür, dass der Seniorchef der Fa. Capar an Ort und Stelle ein Stehr Verdichtungssystem bestellte.

Gelesen 2267 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 03 August 2017 13:21
Alexander Boppert

Fachinformatiker / (Senior) Social Media Manager / Mediengestalter Digital & Print / Videoproduktion / Luftaufnahmen / Fotografie

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Stehr Plattenverdichter vs. Walzenzug
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